Erfassung und Qualität

Der Befund gehört an die Probe, nicht in den Ordner.

Das Labor schickt einen Stapel Prüfberichte als ein einziges PDF. Jeder davon gehört zu genau einer Anlieferung — die Anwendung teilt den Stapel auf und ordnet jeden Bericht selbst zu.

Zwei beschriftete Probengläser vor einem Rapsfeld.

Wie eine Probe durchs Haus wandert

Die Probenverwaltung beginnt an der Waage: Bei der Anlieferung wird eine Probe gezogen, beschriftet und ins Labor geschickt. Tage später kommt das Ergebnis zurück, und jemand muss es der richtigen Anlieferung zuordnen. Dazwischen liegt eine Strecke, auf der eine Probe ihre Zugehörigkeit verlieren kann:

  • Probe ziehen und mit einer Nummer versehen
  • Sammelsendung ans Labor, oft mehrere Proben auf einmal
  • Das Labor analysiert und schickt die Prüfberichte zurück
  • Jeder Bericht muss zu seiner Anlieferung zurückfinden
  • Der Wert wird abrechnungsrelevant — beim Raps der Ölgehalt

Die letzten beiden Schritte sind der wunde Punkt. Das Labor liefert einen Stapel, der Betrieb braucht Einzelbefunde am richtigen Vorgang.

Was ohne System passiert

  • Das Sammel-PDF wird ausgedruckt und die Laborbefunde von Hand verteilt
  • Was im Ordner landet, steht in keiner Liste
  • Der Ölgehalt wird abgetippt — einmal zu viel, einmal falsch
  • Nach der Saison sucht jemand einen Befund von vor zwei Jahren
  • Gehen die PDFs verloren, ist die Analyse bezahlt und weg

Ein Stapel, aufgeteilt

Das Sammel-PDF wird in die Anwendung gezogen. Sie zerlegt es in die einzelnen Prüfberichte, liest aus jedem die Probennummer und sucht die zugehörige Probe. Findet sie genau eine, hängt der Bericht als eigenes PDF daran und der Ölgehalt steht im Vorgang.

Sammel-PDF vom Labor

SINGLEANALYSIS_R-930432.pdf5 Berichte

Fünf Prüfberichte, vier Proben im System.

  1. Hofgemeinschaft ReichertRaps
    Probennr.
    RK0590114
    Wiegeschein
    262014907
    Ölgehalt
    —
  2. Landwirtschaft HofmannRaps
    Probennr.
    RK0590118
    Wiegeschein
    262014912
    Ölgehalt
    —
  3. Bauernhof WagnerRaps
    Probennr.
    fehlt
    Wiegeschein
    262014918
    Ölgehalt
    —
  4. Gutshof LindnerRaps
    Probennr.
    RK0590126
    Wiegeschein
    262014921
    Ölgehalt
    —
Jeder Bericht sucht seine Probe selbst — zuerst über die Probennummer, und wenn die fehlt, über den Empfangsschein. Was zu keinem Vorgang im Haus gehört, bleibt liegen, statt irgendwo einsortiert zu werden.

Zwei Wege zur richtigen Probe

Der sichere Weg ist die Probennummer: Sie steht auf dem Glas und im Prüfbericht und gehört zu genau einer Anlieferung. Nur ist sie nicht immer da — wenn beim Ziehen der Probe niemand dazu kam, sie einzutragen, fehlt sie.

Dann greift der zweite Weg über den Empfangsschein. Der ist weniger eindeutig, weil die Nummernkreise von Labor und Betrieb nichts miteinander zu tun haben und sich zufällig überschneiden können. Deshalb zählt dieser Treffer nur, wenn er eindeutig ist und keine Probennummer ihm widerspricht. In der Praxis hat dieser Fallback die Zuordnungsquote von unter der Hälfte auf vollständig gehoben.

Was zu keinem Vorgang passt, wird nicht geraten. Es bleibt sichtbar liegen, und jemand sieht sich an, warum.

Wo die Befunde bleiben

Jedes Einzel-PDF hängt an seiner Probe und ist über Jahre auffindbar — nach Erzeuger, nach Datum, nach Probennummer. Die Dateien liegen doppelt: auf dem eigenen Server und gespiegelt im Objektspeicher. Dass dieser zweite Weg nötig ist, haben wir auf die harte Tour gelernt, als ein Speicherplatz einmal von außen gelöscht wurde.

Der Ölgehalt wandert außerdem zurück in die Warenwirtschaft, dorthin, wo abgerechnet wird — wie eine solche Anbindung aufgebaut ist, steht auf einer eigenen Seite.

Abgrenzung

Die Anwendung analysiert nicht und beurteilt keine Qualität. Sie nimmt die Berichte, die das Labor liefert, bringt sie an den richtigen Vorgang und hält sie auffindbar. Welche Werte gelten und was ein Befund für den Preis bedeutet, bleibt eine kaufmännische und fachliche Entscheidung. Ändert ein Labor das Aussehen seiner Berichte, muss das Auslesen nachgezogen werden — das ist Wartung, die dazugehört, und kein einmaliger Aufwand.

Nächster Schritt

Schildern Sie mir Ihren Ablauf.

Zehn Minuten am Telefon genügen für eine ehrliche Einschätzung, ob sich der Aufwand bei Ihnen lohnt.

Oder lieber schreiben? mail@laude.dev