Erfassung und Qualität

Der Wiegeschein trägt mehr als ein Gewicht.

Erstgewicht, Zweitgewicht, Netto — und daran hängen Fruchtart, Sorte und Laborwerte. Eine Anwendung erfasst den Schein an der Waage und hält ihn auffindbar, bis die Partie abgerechnet ist.

Ein beladener Kipper auf der Brückenwaage, daneben die Gewichtsanzeige.

Was am Wiegeschein hängt

Ein Wiegeschein ist der Beleg dafür, was tatsächlich über die Waage gegangen ist. Für einen Landhandel ist er aber mehr als eine Zahl: An ihm hängt alles, was später abgerechnet, nachgewiesen und auseinandergehalten werden muss.

  • Erstgewicht beim Einfahren, Zweitgewicht beim Ausfahren, Netto daraus
  • Fruchtart und Sorte — in der Ernte die entscheidende Unterscheidung
  • Laborwerte wie Feuchte, die erst später vom Labor zurückkommen
  • Bemerkungen aus der Annahme — Käferbesatz, Geruch, Fusarium, ungereinigte Ware
  • Erzeuger oder Kunde, Fahrzeug, Datum und Uhrzeit
  • Richtung: Annahme, Verkauf oder Ernte
Erstgewichtbeim EinfahrenZweitgewichtbeim AusfahrenNettoautomatisch berechnet

Wo die Arbeit doppelt wird

Gewogen wird am Standort, abgerechnet wird im Büro, und das Labor meldet sich erst Tage später. Zwischen diesen Stellen entsteht die Mehrarbeit:

  • Der Schein wird an der Waage gedruckt und im Büro erneut erfasst
  • Laborwerte kommen nach — und müssen dem richtigen Schein zugeordnet werden
  • Wer in der Ernte wissen will, was von einem Erzeuger schon angeliefert wurde, zählt zusammen
  • Ein in der Warenwirtschaft stornierter Schein steht auf der Liste weiter als gültig
  • Was lange offen bleibt, fällt niemandem auf — bis jemand danach fragt

Was meine Landhandel Software macht

Scheine holen statt abtippen

Die Anwendung holt die Wiegescheine selbst aus der vorhandenen Warenwirtschaft — nächtlich und vollständig, mit Gewichten, Artikel, Erzeuger und Infotext. Niemand überträgt etwas von Hand, und es gibt keinen zweiten Datenstand, der auseinanderlaufen könnte.

Sortiert nach dem, was gerade zählt

  • Heute, letzte sieben Tage, älter — getrennte Ansichten statt einer langen Liste
  • Erntelisten je Fruchtart, mit Sorte direkt am Schein
  • Was zu lange offen ist, wird hervorgehoben — die Ältesten zuerst
  • Stornos aus der Warenwirtschaft sind als solche gekennzeichnet
  • Historie über Jahre, durchsuchbar nach Erzeuger
Erntetag in der Hofliste: Karten je Anlieferung mit Kennzeichen, Erzeuger, Fruchtart, Sorte, Laborwerten, Bemerkungen zu Käfer und Geruch sowie dem Nettogewicht
Ansicht „Ernte“: je Anlieferung eine Karte mit Fruchtart, Sorte und den Laborwerten. Daneben stehen die Bemerkungen aus der Annahme — bei der Rapspartie etwa Käfer: JA und Geruch: NORMAL. Der oberste Schein ist im L3 storniert und als solcher gekennzeichnet.

Laborwerte am richtigen Schein

Feuchte und weitere Laborwerte hängen am Schein, zu dem sie gehören — nicht in einer Nebentabelle. Beim Raps geht das einen Schritt weiter: Die Befunde des Labors werden der jeweiligen Probe zugeordnet und der Ölgehalt zurückgeschrieben, sodass der Wert dort steht, wo abgerechnet wird.

Was beurteilt wurde, nicht nur was gemessen wurde

Nicht alles an einer Partie ist eine Zahl. Ob die Ware Käferbesatz hat, wie sie riecht, ob sie ungereinigt ankam oder ob Fusarium auffiel — das beurteilt der Mann an der Waage, und oft entscheidet es mit, ob die Partie überhaupt angenommen wird. In der Warenwirtschaft landen diese Angaben in Zusatzfeldern, die niemand aufschlägt. Hier stehen sie direkt an der Anlieferung, neben Feuchte und Gewicht — sichtbar, ohne dass jemand danach suchen muss, und noch da, wenn Wochen später jemand nachfragt.

In der Erntezeit

Während der Ernte entscheidet Tempo. Ein Erzeuger ruft an und fragt, wie viele Tonnen er bisher geliefert hat und wie die Feuchte war. Statt Scheine durchzublättern wird der Name eingegeben — die Partien stehen da, nach Fruchtart und Sorte getrennt, mit den Laborwerten daneben. Diese Anwendung läuft bei einem Agrarhandel seit einiger Zeit im Tagesbetrieb.

Ihre Warenwirtschaft bleibt

Die Wiegescheine entstehen weiter dort, wo sie heute entstehen. Eine Wiegeschein-Software muss dafür nichts ablösen: Sie setzt auf dem auf, was im Haus ist, und deckt genau den Teil ab, der heute Handarbeit kostet. Die Anbindung an die vorhandene Warenwirtschaft ist dabei kein Zusatz, sondern der Kern der Sache — wie eine solche Anbindung funktioniert, steht auf einer eigenen Seite.

Abgrenzung

Die Anwendung wiegt nicht und ersetzt keine Waage — sie nimmt die Wiegedaten, die ohnehin entstehen, und macht daraus eine Arbeitsgrundlage. Sie ersetzt auch die Warenwirtschaft nicht und legt keine Preise fest. Was eine Partie wert ist und wie abgerechnet wird, bleibt eine kaufmännische Entscheidung. Das Werkzeug sorgt dafür, dass niemand dieselbe Zahl zweimal anfasst.

Nächster Schritt

Schildern Sie mir Ihren Ablauf.

Zehn Minuten am Telefon genügen für eine ehrliche Einschätzung, ob sich der Aufwand bei Ihnen lohnt.

Oder lieber schreiben? mail@laude.dev